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Der TagLetzter Penny in den USA geprägt

13.11.2025, 07:50 Uhr
US-Schatzmeister-Brandon-Beach-haelt-einen-der-letzten-in-der-US-Muenzanstalt-in-Philadelphia-gepressten-Pennies-Nach-rund-230-Jahren-Geschichte-stellen-die-USA-die-Produktion-ihrer-1-Cent-Muenze-ein-Ab-Anfang-naechsten-Jahres-sollen-keine-neuen-Penny-Muenzen-als-Bargeld-mehr-in-Umlauf-kommen
Die letzten frischen Pennys wurden in Philadelphia geprägt. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Einen Cent ist die Münze im Zahlungsverkehr wert, doch ihre Herstellung kostet rund vier Cents. Deswegen hatte US-Präsident Donald Trump im Februar angeordnet, dass keine neuen Pennys mehr in Umlauf gebracht werden sollen. Das soll jedes Jahr Dutzende Millionen Dollar einsparen. Nun haben die Münzprägeanstalten die Herstellung der vor allem aus Kupfer bestehenden 1-Cent-Münze eingestellt - nach über 230 Jahren. Rund 300 Milliarden Pennys sind laut US-Schatzmeister im Umlauf - und sie bleiben Zahlungsmittel. Unternehmen sollen künftig Preise auf die nächstgrößere Münze - 5 Cent - auf- oder abrunden. Einige Wirtschaftsvertreter kritisieren jedoch fehlende konkrete Anweisungen der US-Regierung dazu.

Auch in Deutschland wird seit Jahren über ein mögliches Ende für die kleinsten Münzen diskutiert. In manchen Euroländern ist das in der Praxis schon der Fall. In Finnland werden Barzahlungen per Gesetz auf den nächstgelegenen Fünf-Cent-Betrag gerundet, ähnliche Regelungen gibt es in den Niederlanden, der Slowakei, Irland, Italien, Belgien und Estland. Die vollständige Abschaffung könnte aber nur auf europäischer Ebene beschlossen werden.

Quelle: ntv.de