Der TagLidl verzichtet in Frankreich wegen bizarrer Regel auf TV-Werbung
Lidl kündigt an, in Frankreich künftig auf Fernsehwerbung verzichten zu wollen. Sechs Monate nach der Verurteilung zu einer Millionenzahlung wegen irreführender Geschäftspraktiken entscheidet die französische Tochter der deutschen Supermarktkette, künftig nur noch in Onlinevideos zu investieren. "Die Risiken sind angesichts der Reglementierung zu hoch", sagt Jassine Ouali von Lidl France der Fachzeitschrift "Stratégies". Onlinevideos hätten ein großes Entwicklungspotenzial, fügt er hinzu.
Die französische Justiz hatte Lidl im Juli 2025 zu einer Entschädigung in Höhe von 43 Millionen Euro an den Konkurrenten Intermarché verurteilt, weil das Unternehmen für Produkte geworben hatte, die nicht überall und nicht 15 Wochen lang verfügbar waren.
Dies schreibt eine seit 1992 geltende Regelung vor. Lidl habe sich irreführender Geschäftspraktiken schuldig gemacht, heißt es in dem Urteil des Berufungsgerichts, gegen das Lidl Rechtsmittel eingelegt hat.