Der Tag

Der Tag Lieber "Workation" statt vieler Kurztrips?

13.10.2022, 12:31 Uhr

Urlaub oder Arbeit oder beides? Billiger wohnen im Hotel als bei laufender Heizung daheim? Auch solche Motive könnten laut Tui die Nachfrage nach langen Pauschalreisen erhöhen. Ganz überwunden ist das Corona-Tief im Tourismus aber noch nicht - und die Inflation drückt. Im Schnitt entschieden sich die Kunden für knapp 25, in der Spitze für bis zu 63 Nächte am Stück. Dabei spiele zunehmend "Workation" eine Rolle - also die Kombination von Arbeit und Urlaub oder das flexible Arbeiten von Ferienorten aus, dank digitaler Vernetzung. Manche Hotels halten dafür inzwischen Zimmer mit Büroausstattung und Druckern bereit.

Zielgruppe in der Zeit von Anfang November bis Ende April sind laut Tui außerdem Menschen, die "dem deutschen Winterwetter und steigenden Energiekosten entfliehen" wollen. Insgesamt dürften sich Buchungen für Langzeiturlaube und "Workation" noch ausweiten, schätzt Tui-Deutschland-Chef Stefan Baumert, das Potenzial sei im Sommer wie Winter da. Mit den neuen Möglichkeiten des Homeoffice und flexiblen Arbeitszeitmodellen hat der Trend eine neue Klientel geschaffen.

Die meisten Reiseländer hätten keine Einreisebeschränkungen oder nur noch geringe Auflagen. Im Vergleich zum Vor-Corona-Winterhalbjahr 2018/2019 lag der Buchungsumsatz mit Stand Ende August allerdings um ein Drittel im Rückstand. Mit Blick auf 2023 sorgen sich einige Veranstalter zudem wegen der Folgen der historisch hohen Inflation für die Reisenachfrage.

Quelle: ntv.de