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Der TagLohnt es sich überhaupt, Müll zu trennen?

19.11.2024, 06:43 Uhr

Angesicht des Ausmaßes an Plastikmüll in anderen Ländern, dem Anblick von Wegwerfprodukten, dem Dreck am Straßenrand und den zerfetzten Plastiktüten in den Büschen der Küstenstraßen in Ihrem letzten Urlaub - zweifeln Sie da manchmal auch, ob das Problem sich in den Griff kriegen lässt, bloß weil Sie jetzt brav Ihren Müll trennen? Ja, doch, das muss sein, und Sie sind auch nicht allein: Die UN verhandeln über ein globales Plastikabkommen und Forschende machen einige Vorschläge dafür. Schon mit vier großen Maßnahmen könnte falsch entsorgter Plastikmüll um 91 Prozent reduziert werden. Bei den Verhandlungen, die Ende November in Busan (Südkorea) anstehen, werden acht Instrumente diskutiert. Nur vier davon reichten, um den nicht verwerteten Plastikmüll drastisch zu verringern. Auch die Treibhausgas-Emissionen durch die Herstellung von Plastik ließen sich so um ein Drittel senken.

  • Falls keine Maßnahmen gegen den Plastikmüll durchgeführt werden, könnte sich die Menge schlecht gemanagten Mülls bis zum Jahr 2050 fast verdoppeln.

  • Beim jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch lagen Nordamerika mit 195 Kilogramm und die EU 30 mit 187 Kilo vor China mit 138 Kilo und der Mehrheit der Welt mit lediglich 29 Kilo.

  • Eine hohe Recycling-Quote würde am meisten bringen - den größten Effekt hätte die Einführung einer 40-prozentigen Recycling-Quote. Wichtig wäre, die Erzeugung von neuem Plastik auf den Wert von 2020 zu begrenzen, außerdem eine hohe Verpackungssteuer sowie Investition von weltweit 50 Milliarden US-Dollar in das Abfall-Management.

  • Es muss eine Kombination aus verschiedenen Maßnahmen geben, um einen Durchbruch zu erzielen.

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Quelle: ntv.de