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Der TagLokführer inszenierte Gullydeckel-Anschlag auf seinen Zug

02.10.2020, 16:47 Uhr

Im April 2019 waren bei Siegen nahe der Grenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen zwei schwere Gullydeckel in die Frontscheibe einer Regionalbahn gekracht. Sie hatten an einer Brücke gehangen. Der Lokführer in dem frühmorgens noch unbesetzten Zug blieb bei dem Vorfall unverletzt.

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Wozu der Lokführer den Gullydeckel-Anschlag auf seinen Zug inszenierte, bleibt unklar. (Foto: picture alliance/dpa)
  • Wie es sich später herausstellte, hatte der Zugführer laut Staatsanwaltschaft das Ganze "aus nicht bekannter Motivlage" inszeniert.

  • Der Mann wurde nun zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Das Amtsgericht in Bad Berleburg sah es als erwiesen an, dass der heute 50-Jährige die Falle mit zwei Kanaldeckeln selbst konstruiert und aufgehängt hatte. Der Zugführer erhielt ein Jahr und neun Monate ohne Bewährung, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

  • Das Gericht verurteilte den Mann wegen Vortäuschens einer Straftat und wegen vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.