Der TagLukaschenko erkennt ukrainische Halbinsel Krim erstmals als russisch an
Der autoritäre belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat die annektierte ukrainische Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach langem Zögern erstmals als russisch anerkannt. "Die Krim ist (...) de facto eine russische Krim", sagte Lukaschenko in einem Interview der russischen Staatsagentur Ria Nowosti, das in Ausschnitten veröffentlicht wurde. "Nach dem Referendum wurde die Krim auch von Rechts wegen russisch", sagte der 67-Jährige mit Blick auf eine umstrittene Volksabstimmung im Jahr 2014, nach der Russland sich die Krim gegen internationalen Protest einverleibte.
In Moskau wurden Lukaschenkos Worte als Anerkennung der Krim als russisch gewertet. Russlands Außenminister Sergej Lawrow betonte, für eine Anerkennung müsse "nichts gemacht und keinerlei Gesetze verabschiedet werden". Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hingegen erklärte, dass es auf Lukaschenkos Handlungen ankomme - und warnte Minsk vor einer offiziellen Anerkennung. Der Schritt gilt als Loyalitätsbeweis Lukaschenkos für den russischen Präsidenten Wladimir Putin, bei dem er mit Milliardenbeträgen verschuldet ist. Weltweit erkennt nur eine Handvoll Länder die Krim als russisch an - darunter Nicaragua und Venezuela.