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Der TagLukaschenko setzt Migranten wieder in Flieger zurück

18.11.2021, 14:55 Uhr
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Hoffnung auf Einreise in die EU aufgegeben: Aufnahmen wie diese von der belarussischen Staatsagentur Belta zeigen Menschen aus dem Irak am Flughafen in Minsk. (Foto: picture alliance/dpa/BelTA/AP)

Erst alles aufgeben und nach Belarus aufbrechen, dann an der Grenze zur EU bei eisigen Temperaturen ausharren und nun wieder zurück in ihr Herkunftsland - ungefähr diese Tortur steht jetzt Tausenden Menschen in Belarus bevor. Machthaber Alexander Lukaschenko hatte sie Menschen als Spielball im Konflikt mit der Europäischen Union benutzt. Nach Gesprächen mit Kanzlerin Merkel und weiteren Vertreterinnen und Vertretern auf Seiten der EU will Machthaber Alexander Lukaschenko 5000 Menschen wieder zurückschicken. Von der belarussischen Hauptstadt Minsk ist nach Angaben des dortigen Flughafens bereits ein Rückflug mit Migrantinnen und Migranten in Richtung Irak gestartet. An Bord der Fluglinie Iraqi Airways befänden sich insgesamt 431 Menschen, sagte ein irakischer Diplomat laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax.

Doch nicht alle müssen die Rückkehr antreten: Die EU soll laut der Nachrichtenagentur Belta 2000 Migrantinnen und Migranten aufnehmen. Die Sprecherin von Lukaschenko sagte, Merkel werde mit der EU über die Schaffung eines "humanitären Korridors nach Deutschland" für die Migranten an der Grenze verhandeln. Berlin bestätigte diese Aussagen nicht, sondern verwies auf das gestrige Telefonat zwischen Merkel und dem belarussischen Präsidenten.

Quelle: ntv.de