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Der TagMaaßen bekommt mächtig Gegenwind

07.09.2018, 11:00 Uhr
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Maaßen. (Foto: picture alliance/dpa)

Mit seinen Äußerungen über die Proteste in Chemnitz macht sich der Chef des Verfassungsschutzes extrem unbeliebt bei Linkspartei, Grünen und SPD. Hans-Georg Maaßen hatte gesagt, er habe keine Informationen über Hetzjagden in Chemnitz. Zuvor war er in die Schlagzeilen geraten, weil er der damaligen AfD-Chefin Petry Tipps gegeben haben soll, wie die Partei einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz entgehen könnte. Nun kommt heftige Kritik von links:

  • Linken-Chefin Katja Kipping hat Maaßen in der Diskussion über das Ausmaß der fremdenfeindlichen Übergriffe in Chemnitz als "AfD-Versteher" bezeichnet und die Ablösung des Verfassungsschutz-Präsidenten gefordert.

  • Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt griff Maaßen für seine Aussagen zu einem Video, das Jagdszenen auf ausländische Menschen in Chemnitz zeigen soll, scharf an. "Ich erwarte mir von Herrn Maaßen keine vertrauenswürdige Einschätzung mehr", teilte Göring-Eckardt mit.

  • Die SPD-Fraktion fordert eine Sondersitzung des Innenausschusses des Bundestages, um das Agieren des Verfassungsschutz-Chefs nach den Vorfällen in Chemnitz auszuleuchten. Aus SPD-Kreisen hieß es, dessen Aussagen zu den jüngsten Protesten und Übergriffen in der sächsischen Stadt müssten dringend hinterfragt werden.