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Der TagMachtmissbrauch: CDU-Ministerin Scharrenbach räumt Fehler ein

19.03.2026, 17:03 Uhr

Nach einem Bericht des Spiegel über Vorwürfe des Machtmissbrauchs hat NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach Fehler eingeräumt. "Ich erkenne an, dass ich durch meine persönliche Arbeitsweise nicht jedem Mitarbeiter immer gerecht geworden bin. Dieser Verantwortung stelle ich mich." Die Ministerin zeigte sich betroffen über die geschilderten Zustände und kündigte an, unter anderem anonyme Feedbackmöglichkeiten und eine Personalversammlung an, um die Führungskultur zu verbessern.

Der Spiegel hatte zuvor über einen dienstlichen Vermerk berichtet, der zusammen mit anderen Schreiben seit mehreren Monaten beim Chef der Staatskanzlei, Nathanael Liminski, liege. Demnach war von einer Arbeitsatmosphäre im Scharrenbach-Ministerium die Rede, die von "Angst und Schrecken" geprägt sei. Ein anonymer hochrangiger Landesbeamter wurde vom Spiegel zitiert mit "diese Frau hat mich zerstört."

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An einen Rückzug aus der Politik habe sie nie gedacht, aber ihr Terminkalender habe sich geändert, so Scharrenbach: "Ich sage auch mal Nein bei Terminen und mache weniger. Weniger ist jetzt mehr für mich." (Foto: picture alliance / dts-Agentur)

Die SPD kritisierte Scharrenbachs Reaktion scharf. "Die Erklärung von Ministerin Scharrenbach erweckt den Eindruck, dass sie die Schwere der Vorwürfe bislang nicht verstanden hat", sagte Generalsekretär Frederick Cordes. Ein "Kummerkasten" sei "weder geeignet, Vertrauen wiederherzustellen, noch ermöglicht er eine Rückkehr zur Tagesordnung".

Quelle: ntv.de