Der TagMagyar: Orbans scheidende Regierung vernichtet Akten
Nach seinem Erdrutschsieg wird Peter Magyar voraussichtlich am 9. oder 10. Mai als neuer Regierungschef Ungarns vereidigt. Bis dahin bleibt Viktor Orban im Amt - und diese letzten Tage an der Macht nutzt der Fidesz-Politiker angeblich schamlos aus. Wahlsieger Magyar beschuldigt nämlich die scheidende Regierung, brisante Unterlagen zu vernichten. Es lägen Berichte vor, wonach in Ministerien, staatlichen Stellen und Unternehmen, die unter Orban florierten, Akten vernichtet würden, erklärte Magyar. "Die Vernichtung von Beweismitteln schadet dem ungarischen Staat und kann zudem spätere Ermittlungen unmöglich machen", sagte er in einem auf Facebook veröffentlichten Video. Seine Tisza-Partei habe eine Online-Plattform eingerichtet, auf der Hinweisgeber anonyme Meldungen abgeben könnten. Wer sich an solchen kriminellen Handlungen beteilige, werde nach dem Regierungswechsel die Härte des Gesetzes zu spüren bekommen. Ein Regierungssprecher und die Nationale Justizbehörde äußerten sich auf Anfrage bislang nicht zu den Vorwürfen.