Der TagMann manipuliert Wahlzettel zugunsten rechtsextremistischer Partei - vier Jahre Haft
Bei der Kommunalwahl in Sachsen schneidet die rechtsextremistische Kleinstpartei Freie Sachsen in einigen Wahlbezirken außergewöhnlich gut ab - so gut, dass die Behörden skeptisch werden und das wohl aus gutem Grund: Ein Mann hat Stimmzettel bei der Kommunal- und Landtagswahlen manipuliert. Dafür hat das Landgericht Dresden den 45-Jährigen nun zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt. Das Gericht sprach den Angeklagten in drei Fällen unter anderem wegen Wahlfälschung schuldig, wie ein Gerichtssprecher sagte. Laut Anklage der Generalstaatsanwaltschaft entwendete der Mann Briefwahlunterlagen aus öffentlichen Briefkästen und verfälschte diese anschließend zu Gunsten der Partei, für die er bei der Kommunalwahl selbst kandidierte. Schnell geriet er ins Visier der Polizei. Ein DNA-Abgleich untermauerte früheren Berichten schließlich den Verdacht.
Doch die Strafakte des Mannes ist noch um einiges länger: Der 45-Jährige wurde zudem wegen versuchter Brandstiftung verurteilt. Er hatte im September und Oktober 2023 versucht, ein ehemaliges Schulgebäude in Dresden in Brand zu setzen. Er wollte damit der Anklage zufolge aufgrund seiner rechtsextremen und ausländerfeindlichen Gesinnung verhindern, dass das Gebäude als Asylbewerberunterkunft genutzt wird. Zu den weiteren dem Mann vorgeworfenen Straftaten gehören unter anderem Betrug und diverse Drogendelikte.