Der TagMann startet Porsche und setzt altes Reetdachhaus in Brand

Ein mehr als 150 Jahre altes Reetdachhaus in Schleswig-Holstein ist am Dienstagnachmittag durch ein Großfeuer zerstört worden. Auf spektakulären Bildern aus der Ortschaft Goosefeld ist zu sehen, wie die Feuerwehr vergeblich versuchte, den Brand rechtzeitig zu löschen. Wie der Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde mitteilte, hatte zunächst ein Porsche gebrannt. Die Flammen griffen dann auf das Reetdachhaus über. Laut "Eckernförder Zeitung" war aus ungeklärter Ursache der Heckbereich des Porsche-Oldtimers in Brand geraten. Das Fahrzeug habe direkt neben dem Wohnhaus gestanden. Die "Bild"-Zeitung berichtete, beim Startvorgang des Motors habe es plötzlich geknallt und eine Stichflamme sei aus dem Auspuff gekommen. Der Eigentümer habe noch versucht, den Wagen aus dem Carport am Haus herauszuschieben. Dies sei ihm nicht mehr gelungen. Er erlitt demnach leichte Brandverletzungen und musste behandelt werden. Zwei weitere Menschen konnten unverletzt das brennende Haus verlassen.
Mehrere Feuerwehren waren an der Bundesstraße 203 im Einsatz und mussten über mehrere hundert Meter Schläuche verlegen, um ausreichend Wasser an die Einsatzstelle zu bekommen. Durch den massiven Löscheinsatz konnte das Feuer den Angaben zufolge schnell unter Kontrolle gebracht werden. Bei Reet, das Wasser absorbiert, gestaltet sich das in der Regel sehr schwierig. Das THW unterstützte laut Kreisfeuerwehrverband die Nachlöscharbeiten, die sich noch bis in die späten Abendstunden zogen. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle. Die B203 wurde im Bereich des Einsatzortes komplett gesperrt und der Verkehr wurde durch die Polizei umgeleitet.