Der TagMasken-Skandal: Fynn Kliemann will Gewinn spenden

Fynn Kliemann war bis zu den Enthüllungen des "ZDF Magazin Royale" um dubiose Maskendeals so was wie der Sonnenschein der Nation in den sozialen Netzwerken. Nicht nur Geldgeber und Kooperationspartner des Influencers wandten sich daraufhin in Scharen von ihm ab, auch Zehntausende Follower büßte Kliemann zum Beispiel bei Instagram ein. Nun kündigt der 34-Jährige an, die Gewinne aus seinem Shop "Oderso", über die er unter anderem angeblich in Europa produzierte Masken und Kleidungsstücke vertrieben hatte, an vier gemeinnützige Organisationen zu spenden. Das berichtet das Magazin "Spiegel". Jeweils 71.000 Euro soll jede Organisation erhalten. Jetzt haben Sie sicherlich noch im Kopf, dass im vorigen Spiegel-Interview von einer halben Million Euro Gewinn die Rede war und 284.000 Euro dem nicht ganz entspricht. Diese Summe sei falsch gewesen, zitiert das Magazin den Influencer. Um welche Organisationen es sich handelt, will Kliemann vorerst nicht bekannt geben.
Wie das Magazin zudem berichtet, belegen Dokumente und Chat-Verläufe, dass Kliemann intern versucht hat, Schaden von seiner Maske abzuwenden, indem er mehreren Großkunden die Verwendung seines Namens und Bilder von ihm untersagen wollte. Sein Geschäftspartner Tom Illbruck vom Maskenlieferanten Global Tactics hatte zunächst alle Schuld von sich gewiesen. Dann sprach er doch von Fehlern in der Kommunikation und Versäumnissen, nahm vor wenigen Tagen als Geschäftsführer seinen Hut. Vorwürfe, wie etwa an Betrug beteiligt zu sein, wies er jedoch erneut zurück.