Der Tag

Der TagMassaker in Mexiko: 24 Menschen in Einrichtung erschossen

02.07.2020, 06:19 Uhr
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Im vergangenen Jahr wurden in Mexiko fast 100 Mordopfer pro Tag registriert. Zudem gelten mehr als 60.000 Menschen als verschwunden. (Foto: REUTERS)

Das Blutvergießen in Mexiko geht trotz Corona-Krise ungebrochen weiter. Mindestens 24 Menschen haben in einer Einrichtung für Suchttherapie in Mexiko ihr Leben verloren. Sie wurden erschossen. Weitere sieben Menschen wurden in einem Vorort der zentralmexikanischen Stadt Irapuato verletzt, drei von ihnen schwer, wie die örtliche Polizei mitteilte. Fotos, die im Internet verbreitet wurden, zeigten nah beieinander auf einem Fußboden liegende Leichen junger Männer. Die Gegend um Irapuato im Bundesstaat Guanajuato ist eine der gefährlichsten Mexikos. Es hatte dort Berichten zufolge in den vergangenen Wochen bereits weitere Angriffe auf Einrichtungen für Drogenabhängige mit Toten gegeben. In Guanajuato ist unter anderem das Kartell Santa Rosa de Lima aktiv, das vor allem in Benzindiebstahl verwickelt ist. Kartellchef José Antonio Yépez Ortiz alias "El Marro" veröffentlichte vor rund zehn Tagen ein Video, in dem er wütend mit einer Eskalation der Gewalt droht. Bei Razzien waren unter anderem seine Mutter und seine Schwester festgenommen worden.