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Der TagMehr als 800.000 Somalier fliehen wegen Dürre

12.06.2022, 21:21 Uhr

Somalia und andere Staaten am Horn von Afrika erleben die schwerste Dürre seit Jahrzehnten. Vier Regenzeiten in Folge blieben aus. Anfang 2021 begann ein Fluchtprozess. Nach UN-Angaben sind in Somalia seitdem 805.000 Menschen aus ihren Dörfern geflohen – etwa an andere Orte innerhalb ihrer Region oder in andere Regionen. In diesem Mai seien mehr als 33.000 neue Dürre-Flüchtlinge verzeichnet worden, berichtet die UN-Nothilfe (Ocha) in Somalia. Das sei ein Anstieg um 28 Prozent im Vergleich zu April. Hilfsorganisationen warnen seit Monaten vor einer Hungerkatastrophe. Laut der Regierung in Mogadischu sind die Leben von mehr als sechs Millionen Menschen durch Hunger bedroht. Das Land hat rund 16 Millionen Einwohner. Traditionell leben viele Menschen in Somalia als Halbnomaden von der Viehzucht.

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Dieses Bild von Ende März zeigt von der Dürre betroffene Menschen in einem Lager für Binnenflüchtlinge am Rand der somalischen Hauptstadt. (Foto: picture alliance/dpa)

Quelle: ntv.de