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Der Tag"Menschenrecht": Häftling pocht auf Brotaufstrich und klagt

19.11.2025, 07:44 Uhr

Nie wieder den Lieblings-Brotaufstrich morgens zum Frühstück? Das klingt hart. Ein australischer Häftling argumentiert sogar, dass Vegemite ein "Menschenrecht" sei. Der in Australien beliebte Brotaufstrich aus Hefeextrakt wird dem verurteilten Mörder nämlich vorenthalten. Deshalb klagt Andre McKechnie nun gegen den Bundesstaat Victoria und argumentiert, als Australier sei Vegemite Teil seiner Kultur. In der Menschenrechtserklärung des Bundesstaates ist verankert, dass es niemandem vorenthalten werden dürfe, seine Kultur zu leben. Doch wie immer ist Geschmack eine besondere Sache: In Schweden zum Beispiel hat es Vegemite sogar ins "Museum für ekliges Essen" geschafft.

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Vegemite wurde erstmals 1923 in Melbourne zusammengerührt, als Ersatz für das knapp gewordene britische Original Marmite. (Foto: Michelle Ostwald/dpa)

Ganz unproblematisch ist der Aufstrich in Gefängnissen wohl nicht: Vegemite wurde 2006 in den Gefängnissen von Victoria verboten, aus Sorge, dass sich die Insassen daraus einen als "Prunu" oder auch "Hooch" bekannten und berüchtigten Alkohol brauen. Zudem könnte die intensiv riechende und klebrige Paste dazu genutzt werden, Spürhunde auf der Suche nach verbotenen Substanzen abzulenken.

Quelle: ntv.de