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Der TagMenschenrechtler: Zahl der Toten im Iran steigt auf mehr als 700

13.01.2026, 20:12 Uhr

Das Internet im Iran bleibt weiter gesperrt - um die Proteste gegen das Mullah-Regime zu unterdrücken. Doch Telefonate waren erstmals wieder möglich und so hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights erfahren, dass die Zahl der getöteten Demonstrantinnen und Demonstranten inzwischen auf mehr als 700 gestiegen sein soll. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben derzeit nicht. Die Organisation warnte auch davor, dass die tatsächliche Zahl der Todesopfer deutlich höher, gar bei Tausenden, liegen könnte. "Aufgrund der vollständigen Abschaltung des Internets seit Donnerstagabend und der massiven Einschränkungen des Informationszugangs ist eine unabhängige Überprüfung dieser Zahlen derzeit äußerst schwierig", hieß es in dem Bericht. Das zeichnet ein übles Bild über die Lage für die Bevölkerung im Land. Die iranische Führung kann sich offenbar nur noch mit brutaler Gewalt an der Macht halten. Auch in der Vergangenheit hat sie Proteste blutig niedergeschlagen, Menschen hinrichten lassen und die Kommunikation eingeschränkt. Auch dutzende Sicherheitskräfte seien getötet worden, hieß es in Berichten des staatlichen Rundfunks. Alle Informationen können derzeit nicht unabhängig überprüft werden.

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Nur wenige Aufnahmen von den Protesten wie dieses in den sozialen Medien dringen nach draußen, weil das Mullah-Regime das Internet gekappt hat. (Foto: picture alliance/dpa/UGC)

Quelle: ntv.de