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Der TagMerkel droht Russland wegen Hackerangriff mit Konsequenzen

13.05.2020, 14:53 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Russland für den Hackerangriff auf den Bundestag vor fünf Jahren verantwortlich gemacht und Konsequenzen angedroht.

  • Dass die Spuren des Angriffs vor fünf Jahren zum russischen Geheimdienst führten, sei "mehr als unangenehm", sagte Merkel in der Fragestunde des Bundestags - sie finde es "ungeheuerlich". Ein solcher Vorfall "stört natürlich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit", sagte die Kanzlerin. "Wir behalten uns natürlich Maßnahmen gegen Russland vor."

  • Die Kanzlerin sprach von "harten Evidenzen, dass da auch russische Kräfte sind, die so vorgehen". Merkel fügte hinzu: "Mich schmerzt das." Sie wolle sich auch weiter um ein gutes Verhältnis zu Russland bemühen, "aber das macht es natürlich nicht einfacher".

  • Nach Medienberichten haben deutsche Ermittler den mutmaßlichen Hauptverantwortlichen identifiziert: Es soll sich um einen Agenten des russischen Militärgeheimdienstes GRU handeln.

  • Im Bundestag hatte der Angriff im Mai 2015 die IT-Infrastruktur komplett lahmgelegt. Um ihn zu stoppen, musste das gesamte Parlament über Tage vom Netz genommen werden.

Quelle: ntv.de