Der TagMerkel droht Russland wegen Hackerangriff mit Konsequenzen
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Russland für den Hackerangriff auf den Bundestag vor fünf Jahren verantwortlich gemacht und Konsequenzen angedroht.
Dass die Spuren des Angriffs vor fünf Jahren zum russischen Geheimdienst führten, sei "mehr als unangenehm", sagte Merkel in der Fragestunde des Bundestags - sie finde es "ungeheuerlich". Ein solcher Vorfall "stört natürlich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit", sagte die Kanzlerin. "Wir behalten uns natürlich Maßnahmen gegen Russland vor."
Die Kanzlerin sprach von "harten Evidenzen, dass da auch russische Kräfte sind, die so vorgehen". Merkel fügte hinzu: "Mich schmerzt das." Sie wolle sich auch weiter um ein gutes Verhältnis zu Russland bemühen, "aber das macht es natürlich nicht einfacher".
Nach Medienberichten haben deutsche Ermittler den mutmaßlichen Hauptverantwortlichen identifiziert: Es soll sich um einen Agenten des russischen Militärgeheimdienstes GRU handeln.
Im Bundestag hatte der Angriff im Mai 2015 die IT-Infrastruktur komplett lahmgelegt. Um ihn zu stoppen, musste das gesamte Parlament über Tage vom Netz genommen werden.