Der TagMerz: Söder will nicht Kanzler werden
"Er hat mehrfach gesagt, dass sein Platz in Bayern ist, wo er ja gerade in der Corona-Krise auch einen klasse Job macht." Für Friedrich Merz ist die Sache klar: Der Bewerber um den CDU-Vorsitz geht nicht davon aus, dass CSU-Chef Markus Söder eine Kanzlerkandidatur anstrebt. Im Interview mit der "Augsburger Allgemeinen" sagte Merz selbstbewusst: "Historisch betrachtet war es bisher so, dass die CSU den gemeinsamen Kanzlerkandidaten dann gestellt hat, wenn die CDU mit ihrer eigenen Führung unzufrieden war. Das war 1980 so, das war 2002 so, und ich bin mir ziemlich sicher, dass das 2021 nicht so sein wird."
Und was sagt Söder dazu? Im Gespräch mit dem "Tagesspiegel am Sonntag" gab er zu verstehen, dass er sich nur einen Kanzlerkandidaten der Union vorstellen kann, der sich zuvor in der Corona-Krise bewährt hat. "Nur wer Krisen meistert, wer die Pflicht kann, der kann auch bei der Kür glänzen." Der Ministerpräsident schloss eine eigene Kandidatur zwar nicht kategorisch aus, bekräftigte aber in gewohnter Manier (siehe oben): "Mein Platz ist in Bayern. Aber ich will als Ministerpräsident und CSU-Parteivorsitzender meinen Beitrag leisten, dass wir in Deutschland erfolgreich sind."