Der Tag

Der TagMesser im Ranzen - Gewalt an Schulen immer heftiger

18.03.2024, 06:58 Uhr

Schläge, Tritte, sexuelle Übergriffe: Aus Schulen in Deutschland werden mehr Fälle von Gewalt bekannt. Den Landeskriminalämtern und Bildungsministerien wurden Tausende solcher Vorfälle gemeldet. Allein im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen gab es demnach 2022 rund 5400 Gewaltdelikte. Neuere Zahlen liegen den Ländern zumeist noch nicht vor.

In den vergangenen Wochen kam es wiederholt zu größeren Polizei-Einsätzen an Schulen. Ein Vorfall in jüngster Zeit war an einer Schule nahe Berlin. Ein 22-Jähriger dringt mit einem Messer und einer Schreckschusspistole vor Unterrichtsbeginn in das Gebäude in Petershagen ein. Eine Beschäftigte löst Amokalarm aus, der Mann wird festgenommen. Im Februar wurden an einem Gymnasium in Wuppertal vier Schüler mit einem Messer angegriffen. Ein 17-Jähriger sitzt deshalb wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Gleich in mehreren Bundesländern ist die Zahl erfasster Gewaltdelikte im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Pandemie gestiegen - mitunter deutlich.

In Baden-Württemberg gab es dem Landesinnenministerium zufolge 2243 Gewaltfälle, in Sachsen 1976, in Bayern sind es 1674 Fälle vorsätzlicher leichter Körperverletzung gewesen. In Brandenburg sprach die Polizei von 910 sogenannten Rohheitsdelikten. In allen vier Ländern stieg die Zahl. In Berlin gibt es an jedem Schultag im Durchschnitt mindestens fünf Polizei-Einsätze. 2022 waren es laut Polizei 2344 Fälle von Körperverletzung.

Quelle: ntv.de