Der TagMexiko setzt Kopfgeld auf Ex-Polizeichef aus
Im Drogenkrieg in Mexiko verschwimmen die Linien zwischen Staat und Mafia häufig. Der ehemalige Polizeichef von Iguala, Felipe Flores, gehörte wohl schon während seiner Zeit im Staatsdienst zu letzterer.
Über ein Jahr nach der Entführung und dem mutmaßlichen Mord an 43 Studenten hat die Generalstaatsanwaltschaft ein Kopfgeld von 2,5 Millionen Pesos (133 000 Euro) Flores ausgesetzt. Für Hinweise, die zur Festnahme von vier weiteren Verdächtigen führen, lobten die Ermittler eine Belohnung von jeweils 1,5 Millionen Pesos aus.
Örtliche Polizisten hatten Ende September vergangenen Jahres die jungen Männer in der Stadt Iguala im Bundesstaat Guerrero verschleppt und sie der kriminellen Organisation Guerreros Unidos übergeben.
Bandenmitglieder räumten ein, die Studenten getötet und ihre Leichen verbrannt zu haben. Experten äußerten zuletzt allerdings Zweifel an den offiziellen Ermittlungsergebnissen.