Der TagMindestens 19 Menschen vor Bodrum ertrunken
Bei einem Bootsunglück vor der Küste von Bodrum in der Türkei sind mindestens 19 Migranten ums Leben gekommen, darunter ein Baby. Eine weitere Person werde noch vermisst, heißt es von der Küstenwache. 20 Insassen des Schlauchboots überlebten demnach. Türkischen Behördenangaben zufolge handelt es sich um Afghanen.
Die Küstenwache sagt, eine Patrouille habe das Schlauchboot am Morgen vor der Küste von Bodrum geortet und zum Halten aufgefordert. Doch das Boot sei "mit hohem Tempo geflüchtet". Daraufhin sei Wasser ins Boot eingedrungen und dieses sei gesunken, so die Küstenwache. Auch eine unruhige See und schlechtes Wetter sollen laut dem Gouverneur der türkischen Provinz Mugla zu dem Unglück beigetragen haben.
Bodrum liegt nur wenige Kilometer von der griechischen Insel Kos entfernt. Auf der gefährlichen Überfahrt zu den griechischen Inseln – also zur EU – kommt es häufig zu Bootsunglücken.
Seit Jahresbeginn kamen nach Angaben der Internationalen Migrationsbehörde mindestens 831 Migranten im Mittelmeer ums Leben oder werden vermisst.