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Der TagMinisterin Schulze: "Das ist von vorn bis hinten erlogen"

17.04.2024, 08:14 Uhr
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Russland versuche, "einen Spalt zwischen uns und Länder im globalen Süden zu treiben", sagt Svenja Schulze. (Foto: IMAGO/Political-Moments)

Svenja Schulze sieht sich als Bundesentwicklungsministerin permanent mit Desinformation konfrontiert. "Mir war schnell klar: Ich kämpfe in meinem Amt gegen Lügen", sagte sie im Interview mit dem "Stern". "Ich finde schon den Begriff Fake News beschönigend - es handelt sich um Lügen, die gezielt verbreitet werden, um Menschen gegeneinander auszuspielen." Das Absurdeste, das ihr in dem Zusammenhang begegnet ist, sei ein gefälschtes Foto goldener SUVs. "Es gab ein von künstlicher Intelligenz generiertes Bild, das nigerianische Abgeordnete zeigen sollte, denen wir goldene SUVs geschenkt haben sollen", sagte Schulze. "Das ist von vorn bis hinten erlogen."

Russland spiele bei der Desinformation eine wichtige Rolle. "Wir wissen, dass Russland bei uns die Stimmen im Netz verstärkt, die Deutschlands Rückzug ins Nationale fordern." Zugleich versuche Russland, "einen Spalt zwischen uns und Länder im globalen Süden zu treiben". Als Beispiel nennt die SPD-Politikerin Burkina Faso, wo sie im März 2024 zu Besuch war. "Dort versucht Russland, Gerüchte zu streuen, die zeigen sollen: Guckt mal, der Westen lässt euch hier allein, er interessiert sich nicht für eure Probleme. Russland ist sowohl auf der afrikanischen Seite als auch bei uns aktiv und versucht, uns gegeneinander aufzubringen." Dem müsse man entgegentreten.

Quelle: ntv.de