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Der TagMit Schnittverletzung in Klinik: Abgeordnete gehen aufeinander los

14.07.2020, 13:14 Uhr
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Die oppositionellen Kuomintang (KMT) protestierten im Parlament gegen die Nominierung von Menschenrechtlerin Chen Chu. (Foto: REUTERS)

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen hat es im Parlament in Taiwan handgreifliche Auseinandersetzungen gegeben. Abgeordnete der regierenden Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) und der oppositionellen Kuomintang (KMT) gerieten in einen Streit über die Besetzung der Leitung eines Kontrollorgans der Regierung mit der Menschenrechtlerin Chen Chu. Ein Abgeordneter der KMT wurde mit Schnittverletzungen ins Krankenhaus gebracht, mehrere weitere Abgeordnete wurden leicht verletzt.

  • Das Handgemenge verhinderte eine Aussage Chens vor dem Parlament. Die KMT hatte zuvor gefordert, der DPP-Kandidatin für das Kontrollgremium (Control Yuan) den Zutritt zum Plenum zu verweigern.

  • Chen ist eine bekannte Menschenrechtsanwältin, die während der taiwanischen Diktatur unter den Kuomintang sechs Jahre im Gefängnis saß. Sie hat angekündigt, nach ihrer offiziellen Nominierung als Vorsitzende von Control Yuan aus der DPP auszutreten, um die Überparteilichkeit des Amtes zu gewährleisten.

Quelle: ntv.de