Der TagMitarbeiterin von Escape Room stranguliert sich versehentlich - Familie klagt
Ein Escape Room in Taipeh sieht sich mit einer Klage konfrontiert, nachdem eine Mitarbeiterin versehentlich stranguliert wurde. Die 30-jährige Mitarbeiterin arbeitete als Live-Darstellerin - sie sollte einen erhängten Geist spielen - in einem Escape Room mit Krankenhaus-Thematik. Während der Darbietung zog sich das Seil um ihren Hals zusammen und sie schnürte sich versehentlich die Luft ab, bis sie das Bewusstsein verlor und einen Herzstillstand erlitt. Rettungssanitäter führten bei der Frau eine Wiederbelebung durch und brachten sie in ein nahegelegenes Krankenhaus. Dort konnte die Frau stabilisiert werden, eine lebensbedrohliche Gefahr bestehe nicht mehr, teilte die Feuerwehr von Taipeh in einer Pressemitteilung mit.
Die Familie der Frau hat wegen Fahrlässigkeit und schwerer Körperverletzung Klage gegen den Escape Room eingereicht. Die Polizei und die Behörden der Stadtverwaltung von Taipeh haben eine Untersuchung eingeleitet, um zu prüfen, ob der Escape Room über angemessene Sicherheitsvorkehrungen verfügte.
Der Bruder der verletzten Mitarbeiterin kritisierte, dass der Escape Room handgefertigte Requisiten der Mitarbeiter anstelle von professionellen Sicherheitsrequisiten verwende. Das betreffende Seil schien ein Hanfseil ohne Sicherheitsmechanismen wie Abreißvorrichtungen oder Strangulationsschutz zu sein, sagte er. Außerdem sei an jedem Schauplatz nur ein Mitarbeiter stationiert und es gebe keine Videoüberwachung in den Mitarbeiterbereichen, was Sicherheitsbedenken aufkommen lasse, sagte er. Der Bruder sagte außerdem, es gebe Berichte über einen früheren Vorfall, bei dem ein Darsteller durch ein Seil gewürgt worden sei, was darauf hindeute, dass es sich bei dem Vorfall von gestern Abend nicht um einen Einzelfall handele.