Der TagMitterands Geliebte gehorchte aus Unterwürfigkeit
Vergangene Woche erschien ein pikantes Büchlein, das nicht nur die Franzosen interessiert - Liebesbriefe des einstigen Staatspräsidenten François Mitterand an seine einstige Geliebte. Nun hat Anne Pingeot in einem Interview mit dem Radiosender France Culture erklärt, warum sie das Versteckspiel jahrelang mitmachte. Sie sei in der Provinz aufgewachsen, "es war sehr reaktionär", und "Pflichtbewusstsein" habe eine große Rolle gespielt, sagte die 73-Jährige. In ihrem Elternhaus habe die Devise gegolten: "Die Frau muss unterwürfig sein und darf kein intellektuelles Leben haben", sagte Pingeot. "Diese Seite der Unterwürfigkeit hat dafür gesorgt, dass ich das eigentlich Inakzeptable akzeptiert habe" - eine jahrzehntelange heimliche Beziehung mit dem verheirateten und 27 Jahre älteren Mitterrand. Das ging mehr als 30 Jahre so, 1984 wurde die Liaison bekannt.