Der TagMorales kehrt aus dem Exil nach Bolivien zurück

Kurz nach der Amtseinführung seines engen Vertrauten Luis Arce ist der ehemalige bolivianische Staatschef Evo Morales aus dem Exil in Argentinien nach Bolivien zurückgekehrt. "Ich war sicher, dass ich zurückkehren würde, aber nicht so bald", sagte Morales nach bolivianischen Medienberichten bei der Abschiedszeremonie an der internationalen Brücke La Quiaca-Villazón, an der der argentinische Präsident Alberto Fernández teilnahm. Zusammen mit Morales reisten Ex-Vizepräsident Alvaro Garcia Linera und andere ehemalige Regierungsmitglieder ein. Laut der Zeitung "El Deber" waren Tausende Menschen nach Villazón gekommen, um Morales' Rückkehr zu begleiten. Die Menschenmenge wird der Zeitung "Página Siete" zufolge auch Teil der Karawane des Ex-Präsidenten mit Hunderten Fahrzeugen sein, die durch mehrere Regionen bis in dessen Heimatdepartment Cochabamba zieht. Dort soll sie am 11. November ankommen. An diesem Tag vor einem Jahr hatte sich Morales auf den Weg ins Exil zunächst nach Mexiko gemacht. Nach der Präsidentenwahl im Oktober 2019 hatte der damalige Staatschef auf Druck des Militärs zurücktreten müssen, weil ihm Wahlbetrug vorgeworfen wurde. Manche Studien kommen inzwischen zu anderen Ergebnissen. Morales' Anhänger und Verbündete sprechen von einem Putsch.