Der TagMoskau droht Nawalny-Anhängern mit Festnahme
Vor der geplanten Rückkehr des Kremlkritikers Alexej Nawalny von Berlin nach Moskau hat die russische Staatsanwaltschaft vor der Teilnahme an Demonstrationen für den Politiker gewarnt. Es gebe im Internet, etwa in den sozialen Netzwerken, Aufrufe zu nicht genehmigten Aktionen am Sonntag auf dem Moskauer Flughafen Wnukowo, teilte die Behörde mit. Dort wird Nawalny nach fast fünfmonatiger Behandlung in Deutschland zurückerwartet - nachdem er im August in Russland Opfer eines Mordanschlages mit dem international geächteten Nervengift Nowitschok wurde. Dem 44 Jahre alten Oppositionsführer folgen in den sozialen Netzwerken Millionen Menschen.
Es gebe keine Genehmigung für Aktionen, warnte die Staatsanwaltschaft Moskau. Wer dennoch teilnehme, werde gemäß der Gesetze zur Verantwortung gezogen. Es drohen Festnahmen.
Unter Verweis auf die Corona-Pandemie werden in Russland seit Monaten keine Protestaktionen mehr erlaubt.
Weil Nawalny zur Fahndung ausgeschrieben ist, könnte er direkt nach seiner Landung festgenommen werden. Die Moskauer Justiz wirft ihm vor, in einem früheren Strafverfahren gegen die Bewährungsauflage, sich regelmäßig persönlich bei den Behörden vorzustellen, verstoßen zu haben.
