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Der TagMünchener Mauer gegen Flüchtlinge sorgt für Ärger
07.11.2016, 12:44 Uhr
Anwohner in München haben durchgesetzt, dass vor einem Flüchtlingsheim eine vier Meter hohe Mauer errichtet wird. Und das, obwohl die Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge noch gar nicht in Betrieb ist. Das sorgt für Ärger.
"Wer andere ausschließt, der schließt sich selber ein", sagte die Geschäftsführerin des Münchner Flüchtlingsrates, Monika Steinhauser.
Guido Bucholtz vom Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach nannte den Bau einen Wahnsinn. "Wie kann es bei uns sein, dass man zwischen Flüchtlingen und Anwohnern eine Mauer bauen muss mit dem fadenscheinigen Argument Schallschutz?", sagte Bucholtz. "Das ist ein Signal: Man schottet die Flüchtlinge ab, weil man sie eh nicht haben will."