Der TagMunitionsaffäre: Kramp-Karrenbauer lässt gegen KSK-Chef ermitteln

Ein laxer Umgang mit Munition und Waffen, zudem rechtsextremistische Tendenzen innerhalb der Truppe - ganz und gar keine gute Kombination in der Bundeswehr-Elitetruppe KSK. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat nun ein Vorermittlungsverfahren gegen den Kommandeur einleiten lassen. Es sei nun Sache der Wehrdisziplinaranwaltschaft zu prüfen, ob Markus Kreitmayr mit der von ihm angeordneten Munitionsamnestie gegen Regeln verstoßen habe, erklärte die CDU-Ministerin. Kreitmayr habe seinen Elite-Soldaten im vergangenen Jahr die Möglichkeit gegeben, unerlaubt gehortete Munition zurückgeben zu können, ohne Strafen fürchten zu müssen. Ob ihn die Menge dann selbst überrascht hat? Von Ende März bis Ende April 2020 sind auf dem Weg mehrere tausend Schuss Munition und wohl auch Handgranaten zusammengekommen. Während der Ermittlungen bleibe der Brigadegeneral auf seinem Posten: Er habe ein "faires und transparentes Verfahren verdient".
Die CDU-Ministerin wird sich auch in den nächsten Tagen intensiv mit dem Thema beschäftigen: Morgen will Kramp-Karrenbauer nach Calw reisen, um persönlich mit den Soldaten zu sprechen. Am Dienstag will sie dann den zweiten Zwischenbericht zur Umsetzung des Reformpakets zur Bekämpfung rechtsextremistischer Tendenzen beim KSK vorlegen.