Der Tag

Der Tag"Mutiger Entwurf" Chinas zum Klimaschutz

19.12.2022, 06:16 Uhr

Der Gipfel der Vereinten Nationen zum Schutz der Natur steuert offenbar auf ein neues weltweites Abkommen zu. China, das den Vorsitz der Klimakonferenz mit Vertretern aus knapp 200 Ländern führt, veröffentlichte am Sonntag in Montreal einen Entwurf, nach dem 30 Prozent der Land- und Wasserflächen ab 2030 unter Schutz gestellt werden sollen. Umweltaktivisten begrüßten die anspruchsvollen Ziele. "Der Entwurf der chinesischen Präsidentschaft für ein Abschlusspapier ist mutig", teilt Bundesumweltministerin Steffi Lemke mit. "Er enthält viele Punkte, die in die richtige Richtung weisen."

Sollten sich die Konferenzteilnehmer auf den Entwurf einigen, würden Milliarden Euro in den Naturschutz fließen. Er sieht vor, dass 200 Milliarden Dollar (189 Milliarden Euro) pro Jahr in Projekte zum Erhalt der Natur fließen. Die Entwicklungsländer hatten darauf gedrängt, dass die Hälfte davon von den wohlhabenden Ländern an ärmere Länder fließt, haben sich aber offenbar nicht durchsetzen können. Subventionen, durch die Natur zerstört werde, müssen bis 2030 um mindestens 500 Milliarden Dollar (472 Mrd Euro) verringert werden.

Der seit zwei Wochen tagenden UN-Konferenz verbleiben rund zwei Tage, um zu einem Ergebnis zu kommen. Jetzt müssen Details ausgearbeitet werden. Der von China veröffentlichte Entwurf enthält 23 Ziele. Sie beziehen sich auf Land-, Binnenwasser-, Küsten- und Meeresgebiete. Greenpeace forderte, die 30-prozentige Schutzfläche müsse zu gleichen Teilen auf Land und Meer aufgeteilt werden.

Quelle: ntv.de