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Der TagMutmaßlicher Entführer dachte, er würde Block-Kinder vor "grausamen Vater" retten

29.06.2026, 12:29 Uhr

Wurden er und seine Mitstreiter von Christina Block hinters Licht geführt? Ein 42-Jähriger, der bei der gewaltsamen Rückholung der Block-Kinder in der Silvesternacht 2023/24 einer der Fahrer gewesen sein soll, hat als Zeuge seine Gefühle nach der Tat geschildert. "Man hat uns gesagt, es geht darum, die Kinder zu retten", sagte der Israeli per Videovernehmung des Landgerichts Hamburg. Er habe geglaubt, die Aktion, die Kinder vom "grausamen Vater" in Dänemark wieder zur Mutter Christina Block in Deutschland zu bringen, sei legal. Die Kinder hätten in dem Wagen gesessen, den er gesteuert habe.

Der damals zehn Jahre alte Junge und seine 13-jährige Schwester seien in Süddeutschland der Mutter übergeben worden, berichtete der Mann, der in Israel nach eigenen Angaben Projektmanager ist, laut Übersetzung. Er sei dann zurück in seine Heimat geflogen. Im Flugzeug habe er eine Flasche Wein bestellt, um zu feiern, dass die Kinder gerettet seien. "Das Gefühl war sehr gut." Erst ein Jahr später habe er erfahren, dass alles anders gewesen sei, als es ihnen erklärt worden sei. 

Quelle: ntv.de