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Der TagMutmaßlicher syrischer Folter-Arzt aus Hessen angeklagt

28.07.2021, 12:00 Uhr

Die Bundesanwaltschaft hat vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main einen syrischen Arzt wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Der Mann soll 18 Menschen gefoltert und einen von ihnen getötet haben, teilte die Behörde mit. Darüber hinaus wirft ihm die Anklage unter anderem schwere und gefährliche Körperverletzung vor. Demnach war Alaa M. zwischen April 2011 und Ende 2012 Arzt in Krankenhäusern in Homs und Damaskus sowie in einem Gefängnis des militärischen Geheimdienstes in Homs. An allen drei Orten soll er Zivilisten gefoltert haben.

Laut Anklage übergoss M. im Sommer 2011 in der Notaufnahme die Genitalien eines Jugendlichen mit Alkohol und entzündete die Stelle mit einem Feuerzeug. Andere Gefangene soll er bei verschiedenen Gelegenheiten mit Tritten oder Schlägen, teilweise mit medizinischem Gerät, gefoltert haben. Einem Häftling soll er die Genitalien gequetscht haben. Ein Häftling, der sich gegen die Folter zur Wehr gesetzt haben soll, sei von M. am Boden fixiert und geschlagen worden. Der Arzt habe ihm daraufhin eine Injektion mit einer tödlich wirkenden Substanz verabreicht. M. befindet sich seit Mitte 2015 in Deutschland und arbeitete bis zu seiner Festnahme als Arzt.

Quelle: ntv.de