Der TagNach Islam-Kritik: Französischer Teenager braucht Polizeischutz
"Der Koran ist voller Hass, der Islam ist reiner Mist" - mit Sätzen wie diesen und Schmähungen des Gottes der Muslime hat sich eine 16-jährige Schülerin in Frankreich viel Ärger eingehandelt. In einem Video kritisiert das Mädchen den Islam mit derber Sprache. Die homosexuelle Schülerin reagierte mit ihrem Video nach eigenen Angaben auf einen muslimischen Mann, der sie als "dreckige Lesbe" beschimpft hatte. Das Video verbreitete sich rasant in den sozialen Medien.
Der Schülerin und ihren Eltern wurden daraufhin Mord und Vergewaltigung angedroht, Hetzer veröffentlichten die Adresse ihres Gymnasiums. In einem TV-Interview bereute sie später die "Vulgarität" ihrer Äußerungen. Der Schule bleibt sie aus Angst vor Gewalt weiter fern.
Innenminister Castaner sagte am Dienstag in der Nationalversammlung in Paris, Mila und ihre Eltern würden inzwischen von der Nationalpolizei geschützt. "Es ist keine ständige Bewachung, denn es gibt keine Hinweise, dass dies nötig wäre", schränkte er ein.
Die Schülerin beruft sich auf ein "Recht zur Gotteslästerung". Tatsächlich wurde in Frankreich nach der Revolution von 1789 das Delikt der "Blasphemie" abgeschafft. Aufrufe zum Hass gegen Einzelne oder eine Gruppe sind dagegen verboten.