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Der TagNach Missbrauchsskandal in Würzburg: 53 Verdächtige ermittelt

16.11.2021, 07:07 Uhr

Mehr als zweieinhalb Jahre nach einem Missbrauchsskandal um einen Logopäden in Würzburg hat die Polizei 53 Verdächtige ermittelt. "Die Tatvorwürfe lauten in allen Fällen auf Besitz oder Verbreitung kinderpornografischer Inhalte", erläuterte Oberstaatsanwalt Thomas Goger von der Zentralstelle Cybercrime Bayern. Im März 2019 hatte die Polizei zunächst den Würzburger Logopäden festgenommen. Der Mann hatte sich jahrelang an körperlich und/oder geistig behinderten Jungen sexuell vergangen - etwa bei seiner Arbeit in Kitas und in seiner Praxis.

Der Sprachtherapeut hatte die Übergriffe auf die Kinder teilweise gefilmt und die Missbrauchsvideos online verbreitet, so kamen ihm die Ermittler auf die Schliche. In seiner Wohnung stellten Polizisten knapp 23.000 Dateien mit Missbrauchsinhalten sicher. Unter anderem über diese Daten gelang es den Ermittlern, weitere Verdächtige zu identifizieren. Etliche von ihnen leben im Ausland. Solche Verfahren wurden an die dortigen Staatsanwaltschaften abgegeben, etwa in die Schweiz, nach Österreich, Frankreich, Belgien und Italien.

Quelle: ntv.de