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Der TagNach Tod der Kessler-Zwillinge: Lauterbach fordert Regelungen für assistierten Suizid

19.11.2025, 09:04 Uhr

Den Zeitpunkt des Todes selbst wählen - dafür kann es gute Gründe wie eine schwere Krankheit geben. Die bekannten Kessler-Zwillinge Ellen und Alice, die über ihr Lebensende gemeinsam entschieden haben, haben eine neue Debatte um gesetzliche Regelungen für Sterbehilfe entfach. Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach von der SPD sei ein "klarer Befürworter des assistierten Suizids" und beklagt einen Mangel an Regelungen. "Ich bin der Meinung, dass wir beim assistierten Suizid eine gesetzliche Regelung benötigen", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post". "Die jetzige Situation erlaubt Assistenz beim Suizid, die ethisch nicht vertretbar ist." Der Gesundheitspolitiker sieht insbesondere auch das Problem der kommerziellen Angebote. Klare gesetzliche Regelungen würden dem entgegenwirken.

Noch gut zu wissen: Das Bundesverfassungsgericht hatte im Februar 2020 das Verbot der Suizidhilfe aufgehoben. Für die Inanspruchnahme von Sterbehilfe formulierte das Gericht eine Reihe von Vorgaben. Eine klare gesetzliche Regelung gibt es aber nicht.

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Quelle: ntv.de