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Der TagNach Übergriff in Feriencamp - auch nächste Klassenfahrt endet mit Polizeieinsatz

14.07.2023, 19:44 Uhr

Wie kann eine Schulklasse bei ihren Ausflügen nur so viel Pech haben? Im Mai wurden Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse der Berliner Lina-Morgenstern-Schule in einem Ferienlager in Brandenburg massiv rassistisch beschimpft und bedroht. Mitten in der Nacht brach die Gruppe ihren Aufenthalt ab und reiste – in Begleitung der Polizei – nach Berlin zurück. Der Vorfall sorgte bundesweit für Entsetzen.

Nur zwei Monate später kam es nun bei einem weiteren Ausflug derselben Klasse wieder zu einem größeren Polizeieinsatz. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, wollten die 32 Schüler und eine Lehrerin am vergangenen Freitag mit einem Flixtrain von Duisburg nach Berlin fahren. Wegen eines Anzeigefehlers der Deutschen Bahn habe die Gruppe aber ihren Zug verpasst – der fuhr demnach von einem anderen Gleis ab. Laut dem Bericht bestätigte die Bahn den Fehler. In Absprache mit der Schulleitung seien sie daraufhin ohne Tickets in einen ICE gestiegen und hätten dem Schaffner die Situation geschildert, dieser habe der Mitfahrt zugestimmt. Als die Kontrolleure dann aber wechselten, habe der neue Schaffner den Schülern und der Lehrerin eine Fahrpreisnacherhebung in Höhe von insgesamt 9000 Euro verpasst. Bei der Ankunft in Berlin sei die Gruppe von 20 Polizisten erwartet worden, die laut dem Bericht sämtliche Personalien aufnahmen und die Nacherhebungen verteilten. Auf Nachfrage der Zeitung habe die Bahn jedoch schließlich ankündigt, auf die 9000 Euro zu verzichten.

Quelle: ntv.de