Der TagNaht für Schüler das Ende der klassischen Hausaufgaben?
Mehr als 30 Stunden Unterricht und dann noch lernen für Prüfungen und mehrere Stunden Hausaufgaben pro Woche: Die Schulzeit kann ganz schön kräftezehrend sein. Künstliche Intelligenz vereinfacht das Leben - ob zum Vorteil der Schüler, ist allerdings zweifelhaft. Der Deutsche Lehrerverband (DL) befürchtet durch die zunehmende Nutzung Auswirkungen beispielsweise auf Hausaufgaben. "Die Gefahr besteht, dass wir Hausaufgaben so nicht mehr machen lassen können", sagte DL-Präsident Stefan Düll der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
Auch betroffen seien umfangreiche Arbeiten, die außerhalb des Unterrichts entstehen - etwa Facharbeiten. Künftig müsse stärker der Entstehungsprozess abgefragt werden: "Da darf ich gar nicht den Inhalt abfragen, sondern fragen: 'Wie kommst du zu dem Inhalt?'" Düll erklärte: "Alles, was außerhalb des Klassenzimmers passiert, könnte theoretisch mit oder von einer KI erledigt worden sein." Das sei für Lehrkräfte kaum kontrollierbar. Man müsse daher bei Hausaufgaben und in Prüfungen in unteren Klassen die Handschrift fordern, um Täuschung zu verhindern.