Der TagNetanjahu-Büro: An Israel übergebene Hamas-Geisel als Deutsch-Israeli identifiziert

Die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrem Sohn haben Hagit und ihr Mann Ruby Chen wohl schon vor mehr als einem Jahr begraben müssen: Itay Chen wurde vom israelischen Militär im März 2024 für tot erklärt. Doch ihren bei oder nach dem Hamas-Überfall auf Israel getöteten 19 Jahre alten Sohn konnten sie nicht beerdigen. Erst jetzt wurde die Leiche des Deutsch-Israeli von der islamistischen Hamas ausgehändigt. Dass es sich bei dem Leichnam um Itay Chen handelt, hat das Büro von Regierungschef Benjamin Netanjahu jetzt bestätigt. Nach Abschluss der Identifizierung hätten Armeevertreter die Familie des Soldaten informiert.
Chens Großeltern haben den Holocaust überlebt, seine Großmutter stammt aus Bad Reichenhall. Im Zuge des von US-Präsident Donald Trump vermittelten Waffenruheabkommens hätte die Palästinenserorganisation neben den letzten 20 noch lebenden Geiseln eigentlich auch längst alle 28 toten Geiseln an Israel übergeben sollen. Nach Darstellung der Hamas verläuft die Rückgabe der Leichen schleppend, weil diese unter den Kriegsruinen im Gazastreifen nur schwer zu lokalisieren seien. Die islamistische Organisation rief Vermittler und das Rote Kreuz bereits mehrfach auf, Ausrüstung und Personal zum Aufspüren der Leichen zur Verfügung zu stellen. Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas gilt seit dem 10. Oktober.