Der TagNeue Hoffnung auf Regierungsbildung in Spanien
Seit zehn Monaten versuchen die spanischen Politiker eine Regierung zu bilden, was trotz Neuwahlen bislang nicht gelungen ist - die Parteiführer trennt viel und eint vor allem eines: Sturheit. Der nunmehr geschäftsführende Ministerpräsident Mariano Rajoy von der konservativen Volkspartei besteht darauf, im Amt zu bleiben, trotz Korruptionsskandalen seiner Partei und fehlendem Koalitionspartner. Die Sozialisten weigern sich konstant, ihm zu einer Minderheitsregierung zu verhelfen. Doch das könnte sich nun ändern. Sozialistenchef Pedro Sánchez bekommt heftigen Widerstand aus den eigenen Reihen. Die Nummer 2 des mächtigen andalusischen Landesverbandes, Juan Cornejo, sagte nun: "Es herrscht Einigkeit darüber, dass erneute Wahlen verhindert werden müssen und dass die Enthaltung (bei der Wahl des Ministerpräsidenten) der einzige Weg ist." Der andalusische Landesverband ist in Spanien mindestens so wichtig wie NRW für die SPD in Deutschland - insofern sind damit die Hoffnungen auf ein Ende der Blockade stark gewachsen.