Der Tag Neuer Flughafen gefährdet Inka-Stadt Machu Picchu

Eine der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten Perus ist die Inka-Ruinenstadt Machu Picchu. Jährlich pilgern 1,5 Millionen Menschen (Stand 2017) zu den imposanten Steinbauten. Laut Unesco sind das bereits doppelt so viele Touristen, wie die Kulturerbeorganisation empfiehlt.
Der Touri-Wahn geht nun noch eine Stufe weiter. 20 Kilometer entfernt von der Inka-Stätte entsteht ein internationaler Flughafen - ein Millionenprojekt. Der soll Touristen noch schneller zur abgelegenen Sehenswürdigkeit Machu Picchu bringen. Archäologen schlagen Alarm, denn durch den Bau in der Nähe zur Stadt Chinchero wird bereits das Erbe der Inkas zerstört. "Es gibt hier Terrassen und Routen, die von den Inkas entworfen wurden. Der Flughafen wird sie zerstören", sagt die peruanische Historikerin Natalia Majluf dem "Guardian".
Doch auch die Ruinenstadt selbst würde erheblichen Schaden nehmen, glauben Archeologen. Da die Flugzeuge so tief über die nahe gelegene Stadt Ollantaytambo fliegen würden, könnten auch die Inka-Ruinen unkalkulierbar beschädigt werden. Dazu wird befürchtet, dass der Bau eine Wasserschneise am Piuray-See abschöpfen würde, aus dem die Stadt Cusco fast die Hälfte ihrer Wasserversorgung bezieht. Dabei hatte Perus Finanzminister Carlos Oliva den Bau des Flughafens stets damit verteidigt, dass er wichtig für die Wirtschaftskraft Cuscos sei.