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Der TagNeuer Verdi-Chef fordert "erst einmal 12 Euro" Mindestlohn

25.09.2019, 10:52 Uhr

Der neue Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Werneke, fordert eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland.

  • Um den Druck des Niedriglohnsektors auf die Tariflöhne abzumildern, sei ein gesetzlicher Mindestlohn von "erst einmal 12 Euro" nötig - "und dann weiter ansteigend", sagte Werneke vor rund 1000 Delegierten des Verdi-Bundeskongresses in Leipzig. Eine Erhöhung müsse noch in der laufenden Legislaturperiode kommen.

  • Bisher ist geplant, dass der Mindestlohn zum 1. Januar 2020 von derzeit 9,19 Euro auf 9,35 Euro pro Stunde steigt.

  • Werneke wurde am Dienstag zum Nachfolger des langjährigen Vorsitzenden Frank Bsirske gewählt. Zum Schwerpunkt seiner Amtszeit wolle er einen "Aufbruch" für mehr Tarifverträge machen, kündigte Werneke an.