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Der TagNeuseeland kürt seltenen Pinguin zu Vogel des Jahres

16.09.2024, 08:45 Uhr

Einer der seltensten Pinguine der Welt ist in Neuseeland zum Vogel des Jahres gekürt worden. Der Gelbaugenpinguin, in seiner Heimat Hoiho genannt, schlug bei dem jährlichen Wettbewerb Dutzende illustre Konkurrenten aus dem Feld, wie die Naturschutzorganisation Forest and Bird mitteilte. Der Vogel - mit wissenschaftlichem Namen Megadyptes antipodes - gilt als stark gefährdet: Auf dem neuseeländischen Festland leben Experten zufolge nur noch etwa 160 Paare.

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Der Hoiho lebt heute nur noch im Osten der neuseeländischen Südinsel sowie auf abgelegenen Inselgruppen wie den subantarktischen Auckland- und Campbell-Inseln. (Foto: picture alliance/dpa/Forest And Bird)

Forest and Bird führt die beliebte Abstimmung jedes Jahr durch, um damit auf die Bedrohungen für die ikonischen Vogelarten des Pazifikstaates aufmerksam zu machen. Menschen aus aller Welt können sich online beteiligen. Oft bekommen bestimmte Vögel prominente Unterstützung - so auch in diesem Jahr. Persönlichkeiten wie die berühmte Naturschützerin Jane Goodall und der ehemalige Ministerpräsident Chris Hipkins stimmten für den Hoiho. "Dieses Rampenlicht hätte zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können", sagte Nicola Toki, Geschäftsführerin von Forest and Bird. "Denn der Hoiho wird von allen Seiten attackiert." Die Pinguine litten an Krankheiten wie Diphtherie und würden von Hunden angegriffen, während Küken oft von eingeführten Raubtieren wie Hermelinen und Frettchen gefressen würden. Insgesamt nahmen mehr als 52.400 Menschen weltweit an der Abstimmung teil.

Quelle: ntv.de