Der TagNew York vor Cannabis-Legalisierung

Nach jahrelangem Streit steht die Legalisierung von Marihuana im US-Bundesstaat New York offenbar kurz bevor. Einer Einigung zwischen Gouverneur Andrew Cuomo und Abgeordneten des staatlichen Parlaments in Albany könnte bereits die Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes in den nächsten Tagen folgen. "Die Legalisierung von Cannabis in New York wird sich auf Gerechtigkeit, Investitionen in Communitys, wirtschaftliche Möglichkeiten für historisch entrechtete Menschen, Forschung, Bildung und öffentliche Sicherheit konzentrieren", teilte die Mehrheitsführerin in Albany, Crystal Peoples-Stokes, in der Nacht zum Sonntag mit.
New York mit seinen knapp 20 Millionen Einwohnern - und der gleichnamigen Millionenmetropole - wäre der 15. US-Bundesstaat, der Marihuana für den freien Gebrauch erlaubt.
Schätzungen zufolge könnte damit in den kommenden Jahren ein Milliarden-Markt entstehen, der 350 Millionen Dollar pro Jahr an Steuermehreinnahmen abwirft.
Hauptgrund für die Legalisierung ist den Initiatoren zufolge aber der Kampf gegen den strukturellen Rassismus: Die gegenwärtige Cannabis-Gesetzgebung in New York diskriminiert nicht-Weiße, argumentieren Befürworter. Obwohl der Konsum etwa gleichmäßig verteilt sei, würden Schwarze um ein Vielfaches häufiger für Marihuana-Delikte verhaftet.