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Der Tag Niederlande feiern 20 Jahre "Ehe für alle"

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Historischer Moment: Gert Kasteel und Dolf Pasker beim Ja-Wort am 1. April 2001.

(Foto: AP)

Vor 20 Jahren hat ein niederländisches Paar Geschichte geschrieben: Gert Kasteel und Dolf Pasker schlossen am 1. April 2001 den Bund fürs Leben - die weltweit erste gleichgeschlechtliche Ehe. Neben ihnen traute der Amsterdamer Bürgermeister um kurz nach Mitternacht noch drei weitere homosexuelle Paare: drei Männer-Paare und ein Frauen-Paar. "Es ist schöner, anderen Leuten zu sagen: Er ist mein Ehemann, er ist mein Mann", meint Pasker. Es habe ihm geholfen, sich selbst zu akzeptieren. "Ich bin sehr stolz darauf, dass es möglich ist", sagt Kasteel und sein Ehemann ergänzt: "Dass wir ein kleiner Teil dabei waren. Wir haben Geschichte geschrieben." Besonders schön: Alle vier Ehen haben Bestand behalten. Doch einer der Männer, Frank Wittebrood, starb 2011 mit 55 Jahren an einem Herzinfarkt.

Mittlerweile ist die "Ehe für alle" in vielen weiteren Ländern der Europäischen Union möglich - Deutschland folgte erst spät am 1. Oktober 2017. Auch Großbritannien, die Vereinigten Staaten, Australien, Mexiko und Südafrika gehören zu den 29 Staaten, die seitdem die gleichgeschlechtliche Ehe eingeführt haben. Aufgrund der Corona-Maßnahmen konnte das 20-jährige Jubiläum nur im kleinen Rahmen gefeiert werden. Amsterdam würdigt das Jubiläum mit der Ausstellung "Legal Love", in der 20 Porträts von Paaren zu sehen sind, die in den letzten zwei Jahrzehnten in der Stadt geheiratet haben. Femke Halsema, Bürgermeisterin von Amsterdam, sprach bei der Eröffnung von einem Meilenstein, aber betonte, es gebe noch viel zu tun. "Leider ist diese Freiheit in der Liebe und Akzeptanz von LGBTQ+ keineswegs selbstverständlich, und das ist inakzeptabel", sagte Halsema.

Quelle: ntv.de

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