Der TagNiedersachsen: Banken per Gesetz zu Schutz von Geldautomaten verpflichten

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass irgendwo in Deutschland ein Geldautomat in die Luft fliegt. Unsere Banken hier machen es Kriminellen offenbar zu einfach. Denn während es in Niedersachsen momentan zum täglichen Nachrichtengeschehen gehört, dass ein Automat gesprengt wird, ist es in den angrenzenden Niederlanden kein so großes Problem. Das Geld dort ist gegen solche Attacken zusätzlich gesichert. Niedersachsens Justizministerin Kathrin Wahlmann will die Banken gesetzlich in die Pflicht nehmen. "Ich kann nicht nachvollziehen, warum die Banken nicht aufrüsten. Das ist fahrlässig," sagte Wahlmann in einem Interview mit dem "Spiegel".
Der Schaden der gesprengten Automaten liege im zweistelligen Millionenbereich. Ihr Ministerium will mit Hilfe einer Bundesratsinitiative von den Kreditinstituten fordern, dass sie ihre Geldautomaten mit Klebe- oder Farbmechanismen schützen, oder andere wirksame Sicherungsmaßnahmen umsetzen. "Nichts gegen die Sprengungen zu tun, ist unverantwortlich und gefährdet Menschenleben", sagte die Ministerin. Hier habe man mit organisierten Banden mit Hintermännern aus den Niederlanden zutun, die hochprofessionell seien. Bleibt abzuwarten, ob die Politik wirklich schneller ist als die Versicherer der Banken: Ich könnte mir vorstellen, dass die das auch nicht mehr lange hinnehmen werden, dass die Geldinstitute kaum etwas zur Verhinderung solcher gefährlichen Sprengstoff-Attacken tun.