Der TagNiedersachsen will Corona-Soforthilfen zurück: Friseurläden wehren sich
In Niedersachsen gibt es mehr als 7500 Friseurbetriebe - noch? Denn die Branche sieht sich in ihrer Existenz bedroht, weil Tausende Friseurbetriebe in Niedersachsen Corona-Soforthilfen aus dem Jahr 2020 zurückzahlen sollen. Dagegen wehrt sich nun der Landesinnungsverband des Friseurhandwerks mit einer Petition an den Landtag. Die Hilfen seien zunächst als nicht rückzahlbare Billigkeitsleistungen kommuniziert worden, teilt der Verband mit. Friseurinnen und Friseure seien in der Pandemie nicht nur wirtschaftlich, sondern auch emotional und organisatorisch an ihre Grenzen gebracht worden, sagte Landesinnungsmeisterin Manuela Härtelt-Dören. Zudem machten vielen Salons steigende Löhne und Energiepreise, der Fachkräftemangel und eine zurückhaltende Kundschaft zu schaffen. "Die Rückforderung erzeugt heute genau das, was die Soforthilfen verhindern sollten: Existenzangst", sagte Härtelt-Dören. Nach Angaben des Verbandes hätten die meisten Friseurläden einmalige Zuschüsse zwischen 9.000 und 15.000 Euro für drei Monate erhalten. Würden 7.500 Betriebe jeweils 9.000 Euro zurückzahlen, ergäbe sich eine Summe von rund 67,5 Millionen Euro.