Der TagNordkorea will Satelliten ins All schicken - und scheitert
Ernüchterndes Fazit eines provokanten Versuchs: Nordkorea hat den Start eines weiteren Aufklärungssatelliten für gescheitert erklärt. Der Satellit mit dem Namen Malligyong-1-1 "explodierte während seines ersten Fluges in der Luft und konnte nicht gestartet werden", teilte die nordkoreanische Behörde für Raumfahrttechnologie laut Staatsmedien mit. Zuvor hatte Südkorea mitgeteilt, etwa zwei Minuten nach der Sichtung eines "mutmaßlichen nordkoreanischen Aufklärungssatelliten" seien "viele Teile des Geschosses in nordkoreanischen Gewässern" entdeckt worden. Japan rief aufgrund des Geschosses zwischenzeitig einen Evakuierungsalarm für seine südliche Insel Okinawa aus.
Nordkorea hatte den Startversuch zuvor angekündigt. Kurz vor dem Abschuss hatten Südkoreas Staatschef Yoon Suk Yeol und Japans Regierungschef Fumio Kishida Pjöngjang davor gewarnt, beim Start eines neuen Satelliten "ballistische Raketentechnologie" einzusetzen. Yoon empfing am Montag Japans und Chinas Regierungschefs in Seoul. Er war das erste Mal seit 2019, dass Politiker aus den drei Staaten wieder zu einem Gipfel zusammenkamen. Pjöngjang ist wegen seines Atomwaffen- und Raketenprogramms internationalen Sanktionen unterworfen.