Der TagOberster Gerichtshof stoppt Hinrichtung im letzten Augenblick
Der Oberste Gerichtshof der USA hat im letzten Augenblick eine Hinrichtung im Bundesstaat Texas ausgesetzt. Die Anwälte des wegen Mordes verurteilten Häftlings hatten Beschwerde eingelegt, weil dem 43-Jährigen das Recht auf einen Priester im Hinrichtungsraum verwehrt worden sei, wie örtliche Medien berichteten.
Die Gefängnisverwaltung müsse nun klären, ob eine kürzlich eingeführte Regelung zur Sterbebegleitung von Todeskandidaten gerechtfertigt sei. Der Aufschub der Hinrichtung per Giftspritze sei rund eine Stunde vor dem geplanten Termin angeordnet worden. Die Behörden in Texas hatten 2019 verfügt, dass Geistliche nicht mehr in der Todeskammer anwesend sein dürfen. Der Oberste Gerichtshof hatte damals eine Hinrichtung gestoppt, weil einem Insassen nicht die Begleitung durch einen buddhistischen Geistlichen ermöglicht worden war. Seither dürfen nur Justizvollzugsbeamte während der Exekution anwesend sein.
Die Anwälte des 43-Jährigen hatten argumentiert, ihr Mandant habe als gläubiger Katholik das Recht auf eine seelsorgerische Begleitung. Der Mann war 1998 wegen des Mordes an einer 85-Jährigen verurteilt worden.