Der TagÖkonom: 2,9 Millionen Haushalte lassen schwarz putzen

Was tun, wenn die Wohnung oder das Haus mal wieder aussehen wie Sau, die Zeit für eine ordentliche Reinigung aber knapp ist? Eine Vielzahl deutscher Haushalte engagiert dann eine Putzhilfe - laut einer Studie aber oft illegal. Der Verhaltensökonom und Wirtschaftsethiker Dominik Enste vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat die Schwarzarbeit bei Reinigungskräften in einer Studie untersucht. Enstes Fazit: "Geht man von rund 41 Millionen Haushalten insgesamt aus, beschäftigten im Jahr 2017 über 3,3 Millionen Haushalte gelegentlich oder regelmäßig eine Hilfe - und knapp 2,9 Millionen Haushalte ließen schwarz reinigen und einkaufen." Das entspricht einem Anteil von 88 Prozent. Enste erwartet, dass die Zahlen sowohl für 2018 als auch für 2019 weitgehend unverändert ausfallen.